M.blue®

The balanced way of life.

Inspired by you.

FEATURES

  • EIN Ventil für die besonderen Anforderungen eines Lebens mit Hydrocephalus: Mobilität, Wachstum, Veränderungen im Krankheitsverlauf
  • effizienter Schutz vor Überdrainage durch individuell und stufenlos einstellbaren Öffnungsdruck von 0-40 cmH2O
  • MRT-verträglich bis 3 Tesla - Röntgenkontrolle nach MRT nicht notwendig: keine zusätzliche Strahlenbelastung für den Patienten
  • sicher vor ungewollter Verstellung durch Magnete des täglichen Lebens wie Smartphone, Spielzeug, Induktionsherd oder Sicherheitsschranken am Flughafen
  • intuitive und angenehme Verstellbarkeit dank der innovativen
    M.blue plus® Instrumente für M.blue® und proGAV® 2.0
  • taktiler Feedback-Mechanismus für leichtes und sicheres Verstellen
  • präzise gearbeitete Feinwerktechnik
  • extrem robust und langlebig durch die Verwendung von biokompatiblem Titan

 

FUNKTIONSWEISE

Das M.blue® ist die Essenz aus 26 Jahren Erfahrung mit Hydrocephalus und Ventiltechnologie und dem Feedback zahlreicher Ärzte und Patienten weltweit.

Hydrocephalus hat viele Ursachen und die unterschiedlichsten Ausprägungen. Mehr noch ist darüber hinaus jeder Mensch sehr individuell. Im Schnitt unterteilt sich unser Tag in 8h Schlaf und 16h aktive Tagesgestaltung. Während sich die Ruhephasen kaum voneinander unterscheiden, gibt es im Alltag große Unterschiede in der Aktivität von Mensch zu Mensch und von Patient zu Patient. Deshalb ist es so entscheidend für eine optimale, individuelle Behandlung, bei der Entwicklung eines Hydrocephalus-Ventils den Fokus auf die flexible Einstellbarkeit für die aktive Zeit des Tages, also die aufrechte Körperposition, zu setzen. Das M.blue® ist ein Ventil für die unterschiedlichsten Formen von Hydrocephalus mit einer besonders hohen Flexibilität bei der Therapie.

Das M.blue® ist ein lageabhängig arbeitendes Hydrocephalusventil. Es besteht aus einer einstellbaren Gravitationseinheit und einer festen Differenzdruckeinheit.

Die Kombination dieser beiden Einheiten sorgt für eine automatische Anpassung des Öffnungsdruckes in Abhängigkeit zur Körperlage des Patienten und wirkt somit – vor allem in der aufrechten und aktiven Körperposition – der Gefahr einer möglichen Überdrainagekomplikation entgegen.

Besonders herausfordernde und schwierige Ausprägungen des Hydrocephalus erfordern eine noch darüber hinaus gehende, sehr viel höhere Flexibilität in der Behandlung. Dafür steht das M.blue plus®: eine Kombination aus einstellbarer Gravitationseinheit und einstellbarer Differenzdruckeinheit (proGAV® 2.0).

Beide M.blue-Varianten sind aus robustem und biokompatiblem Titan gefertigt und das Ergebnis präziser Feinwerktechnik.

Die Differenzdruckeinheit im M.blue® ist in den Einheiten 0, 5, 10 und 15 cmH2O erhältlich. Der gewählte Öffnungsdruck der Differenzdruckeinheit ist in allen Körperlagen gleichermaßen wirksam. Im Liegen wirkt die Differenzdruckeinheit allein und hat meist einen niedrig gewählten Öffnungsdruck, damit das Ventil bei steigendem Hirndruck in Schlaf- und Ruhephasen rechtzeitig Hirnwasser ableitet. Verantwortlich für den richtigen Druck ist eine Microspiralfeder, die eine Saphirkugel in einen Kugelsitz drückt. Steigt der Hirndruck über den gewählten Öffnungsdruck an, gibt die Feder nach, das Differenzdruckventil öffnet sich und lässt Hirnwasser so lange durch, bis der Hirndruck wieder entsprechend gesunken ist.

Die Gravitationseinheit im M.blue® ist von 0-40 cmH2O einstellbar und wird erst in der aufrechten Körperposition wirksam. Jetzt bestimmt die Summe beider Einheiten – Gravitations- und Differenzdruckeinheit – den Gesamtöffnungsdruck des M.blue®. Je aufrechter der Patient also ist, umso höher ist der Öffnungsdruck des M.blue®. Der wesentlich höhere Öffnungsdruck in den aktiven Phasen des Tages ist besonders wichtig, weil in der aufrechten Körperposition hydrostatische und hydrodynamische Phänomene im Shuntsystem zum Tragen kommen und andernfalls die Gefahr von Überdrainage besteht.

Den Öffnungsdruck der Gravitationseinheit bestimmt eine Kombination aus Rotor, Stabfeder, Tantalgewicht und Saphirkugel. Das Tantalgewicht hält über einen Hebel eine Saphirkugel im Kugelsitz, die das Ventil verschließt oder öffnet. Abhängig von der Körperposition des Patienten verändert sich der Einfluss eines  Tantalgewichts auf eine Saphirkugel und verändert so den Ventilöffnungsdruck. Über einen Rotor kann die Vorspannung der mit dem Hebel verbundenen Stabfeder mittels der M.blue plus® Instrumente angepasst werden und Einfluss auf den gewünschten Öffnungsdruck nehmen.

In der frei verfügbaren MIETHKE App wird die Funktionsweise von Verstellbarkeit und den lageabhängigen Öffnungsdrücken sehr anschaulich gezeigt (für Android, für iOS).

Mehr Informationen zu den unterschiedlichen Druckstufen und deren Röntgenerkennung befinden sich unten im Download-Bereich.

VENTILVERSTELLUNG

Mit den M.blue plus® Instrumenten kann sowohl die Druckstufe der einstellbaren Gravitationseinheit (0-40 cmH2O) des M.blue® als auch die Druckstufe der einstellbaren Differenzdruckeinheit (proGAV® 2.0) des M.blue plus® ermittelt, verändert und kontrolliert werden. Die Instrumente sind sicher und einfach für den Arzt anzuwenden und für den Patienten angenehm in der Verstellung.

1. LOKALISIEREN

Es empfiehlt sich, das Ventil zuerst zu ertasten und den Ein- und Auslass mit den Fingern zu lokalisieren.

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Anschließend wird der geöffnete M.blue plus® Kompass so auf das Ventil aufgesetzt, dass die Flussrichtung gemäß den Pfeilmarkierungen auf dem Kompass korrekt ausgerichtet ist. Jetzt wird der Kompass geschlossen und durch sehr leichte Bewegungen des Instruments feinjustiert. Wenn der Schwimmer in der Mitte des Kompasses innerhalb der Markierung zentral ausgerichtet ist, befindet sich das Instrument an der korrekten Stelle für alle weiteren Schritte.

2. Prüfen

Ist der Schwimmer zentriert, kann der aktuell eingestellte Öffnungsdruck über die Strichmarkierung auf dem Schwimmer abgelesen werden.

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Dazu folgt man einfach der Strichmarkierung bis zu einer der beiden Skalen: Für den Öffnungsdruck der verstellbaren Differenzdruckeinheit (proGAV® 2.0) gilt der dunkelgrau hinterlegte Einstellbereich von 0-20 cmH2O auf der äußeren Skala. Für den Öffnungsdruck der Gravitationseinheit des M.blue® gilt der blau markierte Einstellbereich von 0-40 cmH2O der inneren Skala.

3. Verstell­en

Zur Verstellung des Öffnungsdrucks wird der Kompass – ohne seine Position zu verlassen – aufgeklappt.

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In die entstehende Öffnung in der Mitte kann nun der M.blue plus® Verstellring eingesetzt werden. Die Markierung auf dem Verstellring sollte auf den gewünschten Öffnungsdruck der entsprechenden M.blue®- oder proGAV® 2.0-Skala zeigen. Durch einen leichten Druck mit dem Zeigefinger auf die sich mittig des Verstellrings und unter der Haut befindliche Ventilmembran wird die Rotorbremse gelöst und der Öffnungsdruck des Ventils auf den gewünschten Wert verändert.

Bei der Verstellung der Differenzdruckeinheit des proGAV® 2.0  ist darauf zu achten, dass der Öffnungsdruck um maximal 8 cmH2O pro Verstellvorgang verändert wird, bzw. bei der Verstellung der Gravitationseinheit des M.blue®  um maximal 16 cmH2O pro Verstellvorgang, da es andernfalls zu Fehlern kommen kann. Nach jeder Verstellung sollte die eingestellte Druckstufe, wie in Schritt 1 und 2 beschrieben, überprüft werden.

Der einzigartige "Active-Lock"-Mechanismus schützt das M.blue® vor ungewollter Verstellung durch den Einfluss externer Magnetfelder und macht das M.blue® kompatibel für MRT-Untersuchungen bis 3 Tesla. So wird eine Röntgenkontrolle nach der MRT-Bildgebung unnötig und bewahrt den Patienten vor zusätzlicher Strahlenbelastung. Erst ein aktiver Druck auf die Ventilmembran löst die Rotorbremse und macht eine Verstellung möglich. Durch den eingebauten taktilen Feedback-Mechanismus ist das zumeist auch fühlbar und durch ein Klicken hörbar und gibt damit dem Arzt die nötige Rückmeldung und Sicherheit, dass der angewandte Druck für eine Verstellung ausreichend ist. So lange kein punktueller Druck auf das Ventil ausgeübt wird, bleibt es sicher vor ungewollter Verstellung.

 

 

M.blue®

Informationen zum Download

M.blue® Gebrauchsanweisung

M.blue® Gebrauchsanweisung

M.blue plus® Gebrauchsanweisung

M.blue plus® Instrumente Gebrauchsanweisung

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UNSERE PARTNERSCHAFT
MIT B. BRAUN

B. Braun und MIETHKE verbindet eine lange und intensive Partnerschaft, deren Begegnung eher zufällig entstanden ist.

Christoph Miethke hatte in den 90-er Jahren als junger Ingenieur mit seiner kleinen Firma erste signifikante, wissenschaftliche und wirtschaftliche Erfolge mit der Idee, für die Behandlung von Hydrocephalus auf Gravitationstechnologie zu setzen. Zur selben Zeit war B. Braun auf der Suche nach einem innovativen Partner für Hydrocephalus-Shunts. Beide hatten schon voneinander gehört, begegneten sich dann aber zufällig in einer Klinik und keiner von beiden war vorbereitet auf den Moment, der den Grundstein für diese Kooperation lieferte. Es hat einfach gepasst. Zeitlich und im gemeinsamen Verständnis für Werte und für Partnerschaft. Trotz der Größenunterschiede.

Seit 2010 ist B. Braun nicht mehr nur Vertriebspartner sondern auch Minderheitsgesellschafter am Unternehmen von Christoph Miethke.

Bis heute verbindet die beiden Partner B. Braun und MIETHKE eine gemeinsame Vision: Technologien für ein normales Leben aller Hydrocephalus-Patienten weltweit zu entwickeln und anzubieten.

Diese gemeinsame Vision war und ist auch besonders in der Zusammenarbeit im M.blue® Projekt spürbar. Michaela Funk-Neubarth, Jan Mügel, Peter Ecker und Josefine Kehl (v.l.n.r.) bildeten ein unternehmensübergreifendes M.blue® Team und zogen für die Markteinführung an einem Strang.

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